Umschulung und Quereinstieg in die Pflege

Umschulung in die Pflege: Der Pflegeberuf ist auch für Quereinsteiger interessant, denn in keinem anderen Bereich sind so viele Jobs zu besetzen wie in der Pflegebranche. Eine Umschulung in die Pflege bietet neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt und verspricht Jobsicherheit. Auch innerhalb der Branche ist ein Wechsel möglich, so dass Altenpfleger in die Krankenpflege und Krankenpfleger in die Altenpflege gehen können.
Schon in der Gegenwart wird deutlich, dass der Pflegeberuf zu den Wachstumsbranchen mit Zukunftspotenzial gehört.

 

Kranken- und Altenpflege: Jobsicherheit auch in Zukunft

Der demographische Wandel ist nicht aufzuhalten. Die Menschheit wird immer älter, was einen
höheren Pflegebedarf mit sich bringt. Dem gegenüber stehen die geringeren Geburtenraten. Dieser normale Wandel bringt eine Veränderung in der Bedeutung einzelner Branchen mit sich und betrifft besonders den Pflegeberuf. Das gilt gleichermaßen für die Altenpflege und die Krankenpflege. Wer gerne mit Menschen arbeitet und hilft, ist in der Pflege gut aufgehoben und kann jetzt einen Grundstein für seine Jobsicherheit in der Zukunft legen. Für die Ausbildung gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten. Die Grundvoraussetzungen für eine Tätigkeit in der Altenpflege und Krankenpflege lassen sich durch eine Umschulung in die Pflege erwerben. Alternativ ist ein Quereinstieg als Pflegehelfer und Pflegeassistenz möglich.

Jobs in der Pflege haben Zukunft

Es ist ein nicht von der Hand zu weisender Fakt: Der Bedarf an Pflegepersonal wächst ständig und die Branche der Pflege boomt (siehe: Pflegebranche – Aussichtsreicher Zukunftsmarkt). Dem gegenüber steht ein Mangel an Pflegekräften, der sich bereits gegenwärtig zeigt und der sich in Zukunft verdeutlichen wird. Wer hier einen Quereinstieg wagt oder eine Ausbildung anstrebt, hat sehr gute Chancen auf einen festen Job und eine berufliche wie finanzielle Sicherheit.

 

Die Beschäftigung in der Pflege –
Ein Vergleich zu anderen Branchen

In der Produktion, im Handel und in der Verwaltung findet eine kontinuierliche Umstrukturierung
statt. Posten werden abgebaut und Mitarbeiter in großer Anzahl entlassen. Anders sieht es in der Krankenpflege und in der Altenpflege aus. Im Pflegeberuf gibt es deutlich mehr freie Stellen als Bewerber. Schon jetzt werden Fachkräfte aus dem europäischen Ausland, explizit aus Osteuropa geholt und als Pflegehelfer in der stationären und häuslichen Pflege beschäftigt. Dieser Trend zeigt, dass der Quereinstieg in die Pflege eine gute Chance aus der Arbeitslosigkeit oder für eine berufliche Neuorientierung ist.

Ein weiterer Grund für die Jobsicherheit nach einem Quereinstieg ist die Tatsache, dass der
Pflegeberuf zu den von der voranschreitenden Digitalisierung am wenigsten betroffenen Branchen zählt. Die Pflegeassistenz, die humane Tätigkeit der Pflegehelfer und Pflegekräfte ist auch zukünftig nicht ersetzbar und bedarf immer eines Menschen. Diese Tendenz besteht in anderen Branchen nicht. Die Produktion und die Verwaltung, auch der stationäre Handel und viele andere Tätigkeitsbereiche sterben immer mehr aus und verlagern sich in den digitalen Sektor.

Quereinsteiger sind in der Pflege willkommen und können sowohl in der Kranken- als auch in der Altenpflege tätig sein. In der Seniorenpflege geht der Trend eindeutig zur häuslichen Betreuung aus Pflege und Lebenshilfe. Hier ist der Quereinstieg in die Pflege besonders einfach, da im Bereich der Lebenshilfe und Pflegeassistenz keine Berufsausbildung notwendig ist. Anders verhält es sich im Bereich der Krankenpflege und Altenpflege mit medizinischer Basis.

 

Der Pflegeberuf: Berufliche Neuorientierung und Karrierechancen

Beim Pflegeberuf denkt man in erster Linie an die ausführende, also an die praktische Pflege direkt am Patienten und/oder Pflegebedürftigen. Doch die Tatsache ist, dass das Pflegepersonal ein gut organisiertes und zukunftsweisendes Management benötigt. In Pflegeeinrichtungen, in Krankenhäusern und Seniorenresidenzen haben vor allem Akademiker oder Quereinsteiger mit einem Abschluss in medizinischen Berufen und im Management gute Chancen auf eine Karriere in der Pflegedienstleitung (Siehe Karrierechancen in der Pflegebranche). Um als Pflegedienstleitung (PDL) Karriere zu machen, dienen eine Ausbildung, ein Studium oder eine Umschulung als Grundlage. Auch Berufserfahrung ist essenziell, vor allem beim Quereinstieg.

Die speziellen Fort- und Weiterbildungen zur PDL oder der Leitung der gesamten Pflegeabteilung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen verlaufen berufsbegleitend. Eine finanzielle Unterstützung vom Staat gibt es nicht, wodurch die Neuorientierung auf dem zweiten Bildungsweg mit Kosten verbunden ist.
Eine sehr gute Chance auf eine Karriere nach einem Quereinstieg in die Pflege ist die langfristige Tätigkeit im Pflegeberuf. 2018 gab es rund 3,3 Millionen pflegebedürftige Menschen, was eine klare Tendenz zum steigenden Bedarf an Pflegefachkräften aufzeigt. Wer gerne mit Menschen arbeitet und dort helfen möchte wo Hilfe dringend benötigt wird, kann sich als Quereinsteiger in der Pflege bewerben.

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Wechsel innerhalb der Pflegeberufe ist möglich

Kann ein Altenpfleger in der Krankenpflege arbeiten und ist es möglich, dass ein gelernter Krankenpfleger in die Altenpflege wechselt? Beide Varianten sind eine Möglichkeit der beruflichen Veränderung. Sowohl in der Krankenpflege, wie auch in der Altenpflege suchen Arbeitgeber händeringend Pflegehelfer und ausgebildete Pfleger. Für mehr Verantwortung und Kernkompetenz in der Alten- und Krankenpflege kommt eine Umschulung in die Pflege in Frage. Die Basics sind in beiden Berufen gleich, so dass ein Quereinstieg im parallelen Pflegeberuf keine Branchenfremdheit mit sich bringt.

Ist der Wechsel vom Krankenpfleger in die Altenpflege schwieriger oder ist die Herausforderung größer, wenn man von der Alten- in die Krankenpflege wechselt? Der Quereinstieg aus der
Krankenpflege in die Seniorenpflege ist einfacher als umgekehrt
. Durch eine Pflegeausbildung im Krankenhaus sind umfangreiche medizinische Kenntnisse vorhanden. Diese sind beim Quereinstieg in die Pflege in einer Seniorenresidenz von Vorteil. Durch die präzise und umfangreiche Ausbildung als Krankenpfleger werden Situationen schneller und besser erkannt und in die Pflege einbezogen.

Wer hingegen von der Altenpflege in die Krankenpflege wechselt, muss einige Herausforderungen in Kauf nehmen. Auch hier gibt es Chancen für Quereinsteiger, doch für ein breiteres Einsatzspektrum sind Fortbildungen oder eine mehrjährige Ausbildung nötig. Natürlich können Quereinsteiger auch in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen als Pflegehelfer arbeiten und in der Pflegeassistenz tätig sein. Für mehr Verantwortung und eine Erweiterung des Aufgabenbereichs ist eine Ausbildung, die auch in Form einer Umschulung in die Pflege im anderen Zweig erfolgen kann, essenziell.

 

Hinweise zum Wechsel im Pflegeberuf

Die Pflege ist generell anspruchsvoll und setzt die Passion zur Arbeit mit hilfsbedürftigen Menschen voraus. In diesem Punkt unterscheiden sich die Alten- und Krankenpflege nicht. Ob ein Wechsel aus der Seniorenpflege ins Krankenhaus, oder aus der Kranken- in die Altenpflege optimal ist, sollte anhand persönlicher Vor- und Nachteile überlegt werden: Jedem Wunsch nach einem Wechsel im Pflegeberuf geht eine persönliche Vorstellung voran. Innerhalb der Gesundheitsbranche zu wechseln ist prinzipiell möglich. Um die notwendigen Qualifikationen zu erwerben, gibt es die Möglichkeit von Aus- oder Weiterbildungen in Pflegeberufen. Für Berufstätige ist eine Vollzeitausbildung im Regelfall ausgeschlossen, da ein 1 bis 3-jähriger Ausstieg aus der beruflichen Tätigkeit aus monetären Gründen unmöglich ist. Eine berufsbegleitende Ausbildung hingegen ebnet den Weg für den geplanten Wechsel im Pflegeberuf.

Tipp: Um einen Einblick in die Pflege zu bekommen und herauszufinden, ob der Quereinstieg die richtige Entscheidung ist, sind Praktika oder Informationsveranstaltungen empfehlenswert. Weiter empfiehlt es sich, in persönlichen Gesprächen mit Pflegern und Pflegeassistenten eine Vorstellung von den beruflichen Anforderungen zu bekommen.

 

Anspruchsvoller Wechsel:
Ist der Quereinstieg in die Pflege schwierig?

Wer einen Pflegeberuf gelernt hat, kann mit Weiter- und Fortbildungen Expertise erwerben und seinen Aufgabenbereich vergrößern. Ein ungelernter Pflegehelfer ist in seinen Tätigkeiten begrenzt, da er nur in der Lebenshilfe und Grundpflege, nicht aber in der medizinischen Pflege arbeiten darf. Das Setzen von Injektionen, die Verabreichung von Medikamenten und andere Aufgaben eines geprüften Pflegers dürfen ohne die entsprechende Ausbildung mit Abschluss nicht ausgeübt werden. Das gilt in allen Bereichen der Krankenpflege, ebenso wie in der Altenpflege, sowohl in Einrichtungen als auch bei ambulanten Diensten.

Der Quereinstieg in die Pflege ohne Ausbildung ist aus vielerlei Gründen anspruchsvoll und muss gut überlegt werden. Dennoch bietet sich der Quereinstieg als Helfer durchaus an, wenn man die Überlegung zur Karriere im Pflegeberuf anstellt: In der Helfertätigkeit findet der Einzelne für sich heraus, ob das Berufsbild Pflege seiner Vorstellung entspricht und ob er den Aufgaben gewachsen ist. In der Praxis zeigt sich, dass die meisten ungelernten Quereinsteiger bereits nach einem Jahr über eine Ausbildung in der Pflege nachdenken und sich für einen Abschluss im Pflegeberuf entscheiden

Mit Vorbildung und Berufserfahrung in der Pflege ist ein Wechsel einfach.

 

Voraussetzungen für den Einstieg in die Pflege

Jeder Beruf basiert auf bestimmten Voraussetzungen, die der Azubi oder Bewerber und Quereinsteiger mitbringen muss. Durch die hohe Verantwortung in der Arbeit mit Menschen sind die notwendigen Voraussetzungen für den Einstieg in die Krankenpflege und Altenpflege vielseitig. Dennoch ist ein Quereinstieg ebenso möglich wie die Entscheidung, durch eine Umschulung in die Pflege alle wichtigen Kenntnisse zu erlernen. Ehe es um ein Studium im Pflegemanagement, um eine Ausbildung in der Pflegehilfe oder in der Krankenpflege geht, sollten die persönlichen Voraussetzungen geprüft werden. Die Pflegebranche ist anspruchsvoll, setzt eine hohe Belastbarkeit der Mitarbeiter voraus und braucht Personal, das empathisch und kommunikativ, flexibel und selbstständig ist.

 

Persönliche Voraussetzungen für die Tätigkeit in der Pflege

An oberer Stelle steht natürlich die Freude an der Arbeit mit Menschen. Der Pflegeberuf ist eine
Helfertätigkeit, was bedeutet, dass die Hilfe für kranke und pflegebedürftige Menschen die
wichtigste Position in der Tätigkeit
einnimmt. Menschliche Schicksale, schwere Erkrankungen und Todesfälle sind psychische Beeinflussungen, denen eine Pflegekraft tagtäglich ausgesetzt ist.
Hinzu kommt die körperliche Belastung im praktischen Einsatz. Mentale Stärke, Empathie und soziale Kompetenz sind drei persönlichkeitsbezogene Voraussetzungen für die Ergreifung eines Pflegeberufs. Da sowohl die Krankenpflege wie auch die Altenpflege auf dem Schichtsystem basiert, muss ein Pflegehelfer Flexibilität und Einsatzbereitschaft mitbringen. Die Fähigkeit zu kommunizieren, Situationen zu erkennen und Signale richtig zu deuten sind ebenso wichtig wie eine gute persönliche Organisation, Hilfsbereitschaft und Kritikfähigkeit. Sind die persönlichen Voraussetzungen vorhanden, steht einem Quereinstieg in die Pflege prinzipiell nichts entgegen. Wenn eine Ausbildung, ein Studium oder eine Umschulung in die Pflege geplant sind, stehen weitere Grundlagen auf der Agenda.

Für den Quereinstieg oder eine Umschulung in die Pflege gibt es keine Beschränkungen im Alter. Daher bietet der Pflegeberuf auch Menschen eine Chance, die es aufgrund ihres Alters in anderen Branchen schwer haben. Wenn die körperlichen und psychischen Voraussetzungen gegeben sind, kann auch im mittleren Alter ein Wechsel in die Pflege erfolgen.

 

Ausbildungstechnische Voraussetzungen im Pflegeberuf

Der mittlere Schulabschluss ist für die Ausbildung als Pflegehelfer und Pflegeassistenz nötig.
Für eine erweiterte Ausbildung als geprüfte Pflegefachkraft oder ein Studium im Pflegemanagement müssen zusätzliche Ausbildungsvoraussetzungen nachgewiesen werden. Das Abitur oder eine vorangehende, abgeschlossene Berufsausbildung in einem Pflegeberuf können den Weg ebnen. Ein Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis werden nicht nur in der Altenpflege und in der Krankenpflege, sondern in allen mit und am Menschen arbeitenden Branchen gefordert. Der Pflegeberuf ist körperlich schwer und setzt voraus, dass der Pfleger die an ihn gestellten Aufgaben ohne eigene gesundheitliche Risiken ausführen kann. Gegen einen Quereinstieg oder die Ausbildung in der Pflege sprechen gesundheitliche Einschränkungen wie eine Sucht, eine posttraumatische Belastungsstörung oder chronische Erkrankungen der Wirbelsäule sowie psychische Beeinträchtigungen.

 

Fazit: Warum Pflege? Der Pflegeberuf hat Zukunft!

Wer die Voraussetzungen erfüllt, gerne mit Menschen arbeitet und eine neue Herausforderung im Job sucht, wird in einem Pflegeberuf seine Erfüllung finden. Ein weiterer Kernaspekt für die Entscheidung ist die Sicherheit, dass Arbeitslosigkeit bei Jobs in der Pflege kein Thema ist. Es ist ein Fakt, dass der Bedarf an Pflegepersonal perspektivisch steigt. Wer sich jetzt für eine Umschulung in die Pflege entscheidet, legt einen Grundstein für einen zukünftig noch wichtigeren Beruf. Die Karrierechancen im Pflegeberuf sind gut und auch nach einem Quereinstieg greifbar. Ob nach einer Ausbildung, nach einer Umschulung in die Pflege oder als Aufbau auf die ungelernte Tätigkeit als Pflegehelfer: Fortbildungen und Weiterbildungen ermöglichen den Aufstieg im Unternehmen und die persönliche Karriere in der Pflege.

Die Branche ist nicht der Digitalisierung preisgegeben, so dass auch perspektivisch kein Stellenabbau erfolgen und der Mensch durch Maschinen ersetzt werden kann. Die Krankenpflege und Altenpflege sind zwei der wenigen Branchen, in denen der Mensch immer die wichtigste Rolle spielt und durch seine Fähigkeiten, durch seine Empathie und sein Einfühlungsvermögen für mehr Lebensqualität und Wohlbefinden beim Pflegebedürftigen sorgt.

Sicherer Job gesucht? Ein Blick auf den Pflegeberuf lohnt sich und ist die Chance, in einer schwierigen Zeit und der vollständigen Umstrukturierung des Arbeitsmarktes eine verantwortungsvolle, krisensichere und in Zukunft gebrauchte Tätigkeit zu finden.